Deine Reisevorbereitung: Planung ist der halbe Genuss

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Corinna Harder Mittwoch, 14. April 2021 von Corinna Harder

First Things first – Vor der Reise

Deine Reisevorbereitung: Planung ist der halbe Genuss

Mach es nicht komplizierter als es sein muss. Für dein erstes Mal, deinen ersten Roadtrip, wählst du am besten eine Strecke mit guter Infrastruktur zu einer Jahreszeit, in der angenehme Temperaturen herrschen.

Campen kann, ein bisschen Erfahrung und/oder gute Planung vorausgesetzt, eine relativ günstige Art des Reisens sein. Für den Anfang planst du sicher auch noch keine Weltreise, du kannst also davon ausgehen, dass deine Ziele in Europa touristisch mehr oder weniger erschlossen sind und du an den meisten Orten auf eine brauchbare Infrastruktur triffst. Das gilt nicht in jeder Region bis in den hintersten Winkel, aber im Grunde kannst du voraussetzen, dass du alle lebenswichtigen Dinge auf dem Weg finden wirst. Zumindest im Falle eines Falles …

Studiere im Vorfeld Reiseführer und -blogs: Sie sind Quellen der Inspiration. Plane grob deine Ziele vor. Die Etappen passt du später je nach Situation den Gegebenheiten an. Finde die Balance zwischen Planung und Flexibilität.

Der Weg ist das Ziel

Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. So wirst du deine Reiseplanung nicht als Arbeit empfinden, sondern eher als Einstieg in dein nächstes Abenteuer. Stelle dir ruhig alles detailliert vor, was du erleben möchtest, das hilft dir beim Planen.

Dein Ziel hängt von deinen Wünschen ab, das suchst du dir selbst. Vermutlich hast du ein gewisses Budget zur Verfügung, das bestimmt dann mehr oder weniger deinen Aktionsradius und die Reisedauer. Hilfreich ist es, wenn du dich vorher über Haupt- und Nebensaison im Zielgebiet informierst. Solltest du ungebunden sein, dann ist die Nebensaison nicht nur günstiger, sondern auch ruhiger, versteht sich ja von selbst. Das Wetter im geplanten Zeitraum kannst du auch in Erfahrung bringen, zumindest so in etwa.

Klimatische Bedingungen

Wenn du gleich das ganz große Abenteuer planst, kann die Frage nach den Wetterbedingungen elementar sein.

In der Sommerzeit herrschen zum Beispiel in den Wüsten extrem hohe Temperaturen. Für zahlreiche deutsche Urlauber ist das Klima in den afrikanischen Ländern nur schwer erträglich. Für eine Tour durch die Wüste eignen sich deshalb die dortigen Sommermonate kaum. Die Wintermonate hingegen sind für eine Tour durch die Rocky Mountains eher ungeeignet. Denn hier sind zahlreiche Straßen gesperrt und somit nicht zugänglich. Das kann dir in Südtirol mit einigen Pässen aber genauso gehen ...

Erfahrene Camper treibt es häufig nach Australien oder Neuseeland. Diese Länder liegen auf der Südhalbkugel in Ozeanien. Dies bedeutet, dass dort Winter herrscht, wenn bei uns in Europa Sommer ist. Für die meisten Länder in Südafrika sowie Südamerika gilt dasselbe.

Alle diese Umstände wollen vorher betrachtet und bewertet sein, du willst ja Urlaub machen und diese Zeit soll möglichst frei von Ärgernissen sein. Auf zahlreichen Apps oder auch mit Kartenmaterial von den unterschiedlichsten Anbietern kannst du nun deine Reise planen, wo willst du hin, was möchtest du alles sehen und wo kannst du interessante Plätze finden?

© simona, Adobe Stock

Etappenplanung

Du kannst deine Route festlegen und die Standplätze im Vorfeld buchen. Aber nimm dir lieber nicht zu viel vor, du hast Urlaub und willst bestimmt noch Platz für spontane Abenteuer haben. Du solltest auch die Tagesetappen nicht zu lang werden lassen.

Moderne Camper sind zwar leicht und komfortabel zu fahren, aber dennoch keine PKW. Die durchschnittliche Geschwindigkeit liegt deutlich darunter und es ist, zumindest für Ungeübte, auch ein etwas anstrengenderes Fahren auf Dauer. Solltest du gar auf Landstraßen unterwegs sein wollen, sicherlich die attraktivere Variante, dann schränkt das deine Tagesstrecke abermals ein.

Die perfekte Drive-Life-Balance

Plane großzügig, du hast Urlaub und der Weg kann durchaus das Ziel sein. Zeig dich flexibel bei der Planung, du siehst ja jeden Tag, wie weit du stressfrei kommst. Dann kannst du natürlich die Standplätze an den Zielorten vorher nicht buchen. Moderne Kommunikations- und Informationsmittel erlauben dir jedoch ein zeitnahes Umplanen.

Während der Hauptsaison ist das für den unerfahrenen Camper aber nicht unbedingt empfehlenswert – je nachdem, was du für ein Mensch bist und wie du dir deinen Urlaub vorstellst. Du kannst ständig unterwegs sein oder du willst an diesen einen Ort und dort für einen längeren Zeitraum stehen. Wenn du in Deutschland campen willst, dann kannst du von einer Hauptreisezeit von Ostern bis Oktober ausgehen. Eine Empfehlung für deinen ersten Camperurlaub kann daher nur lauten, kurze Strecken und im Vorfeld gut darüber nachdenken, was genau du willst.

© simona, Adobe Stock

Campingplätze

Über die Beschaffenheit des für dich am besten geeigneten Campingplatzes kannst du dir vorher schon Klarheit verschaffen. Von einfach bis luxuriös reicht die Spanne, du kannst auch hier wählen, was du möchtest. Restaurants, Pool, Kinderbetreuung, kann man alles buchen, es hängt von deinen Ansprüchen und Vorstellungen ab. Willst du am Strand stehen oder bevorzugst du die Berge, all diese Angebote kannst du bequem von zu Hause aus recherchieren und in deine Planung einbinden. Vorsicht, wenn die Beschreibung eher spartanisch ist, nicht immer sind Duschen, Stromanschlüsse und Sanitäranlagen selbstverständlich. Du kannst im Notfall vorher anrufen und ganz konkret nachfragen. Und wie bei jeder Reise gilt, wenn du weit im Voraus planst, kannst du preislich profitieren.

Und wo soll's hingehen?

Zudem kannst du im Vorhinein durchaus Pläne für deine Tagesausflüge machen, und dann alle Sehenswürdigkeiten besuchen, die du entdecken möchtest. Du fährst einen Camper, du kannst zumindest theoretisch überall stehen bleiben – du solltest aber wissen, dass das nicht immer gerne gesehen wird und mancherorts die Polizei durchaus zu Kontrollen neigt.

Von einem Ort zum anderen

Je entspannter du dir deinen Urlaub wünscht, desto weniger Ortswechsel solltest du einplanen. Der Vorteil deines Campers ist ja gerade, dass du alles dabei hast und kein bestimmtes Ziel erreichen musst, um zum Beispiel in einem Hotelzimmer einzuchecken.

Selbst nach einer relativ kurzen Tagestour gibt es in der Umgebung meist schon viele interessante Dinge zu entdecken. Auch ein Ruhetag auf der Reise kann dich dabei unterstützen, schnell und einfach aus dem heimischen Stress zu entkommen.

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